
Der Winter steht vor der Tür – besonders im bayerischen Oberland mit Regionen wie Holzkirchen, Sauerlach und Otterfing bedeutet das eisige Temperaturen, Frost und Schnee. Als lokale Immobilienmaklerin in Otterfing weiß ich, wie wichtig ein winterfestes Zuhause ist: Kalte Witterung kann Häusern erheblich zusetzen und unvorbereitete Eigenheimbesitzer vor böse Überraschungen stellen. In Holzkirchen sind die Winter beispielsweise „eiskalt und schneereich“– umso mehr sollten Hausbesitzer jetzt aktiv werden. Dieser Ratgeber bietet Ihnen eine Checkliste mit sieben wichtigen Maßnahmen, um Ihr Einfamilienhaus oder Ihre Doppelhaushälfte sicher und warm durch die kalte Jahreszeit zu bringen. Ein gepflegtes, winterfestes Haus steigert nicht nur das Wohlbefinden, sondern erhält auch den Wert Ihrer Immobilie – ein Pluspunkt, falls Sie einen Verkauf in Erwägung ziehen.
Gerade im Voralpenland muss das Dach Ihres Hauses Herbststürmen, Schneelasten und Starkregen standhalten. Prüfen Sie daher rechtzeitig vor Wintereinbruch das Dach auf mögliche Schwachstellen. Kontrollieren Sie Dachziegel – sitzen alle fest und sind unbeschädigt? Lose oder rissige Ziegel sollten sofort ersetzt werden, da eindringendes Wasser bei Frost zu Schäden an der Dachkonstruktion und Dämmung führen kann. Auch undichte Stellen lassen sich erkennen: Wer einen unverbauten Dachboden hat, kann von innen nach Lichtspalten oder Wasserflecken suchen. Alternativ nutzen Sie eine Leiter oder Fernglas, um das Dach von außen zu begutachten.
Ebenso wichtig ist es, Dachrinnen und Fallrohre von Laub und Schmutz zu befreien. Verstopfte Dachrinnen führen dazu, dass Regenwasser überläuft und an die Fassade spritzt – Feuchtigkeit kann dort Putz und Mauerwerk beschädigen. Säubern Sie die Regenrinne im Herbst gründlich und prüfen Sie mit einem Wasserschlauch, ob das Wasser ungehindert abfließt. Entfernen Sie Laub und Äste, und installieren Sie gegebenenfalls Laubgitter, um künftig Verstopfungen vorzubeugen. Nur mit sauberen Dachrinnen kann Schmelz- und Regenwasser im Winter kontrolliert ablaufen, ohne Bauschäden zu verursachen.
Auch kleinere Risse in der Fassade oder im Mauerwerk sollten vor dem Winter nicht unterschätzt werden. Bereits feine Risse im Putz können tiefere Schäden begünstigen: Dringt Feuchtigkeit ein und friert dort, droht eine Frostsprengung, bei der sich der Putz ablöst oder Ziegel absplittern. Gehen Sie daher an einem trockenen Tag um Ihr Haus und inspizieren Sie Wände, Sockel und Fundament auf sichtbare Risse oder Abplatzungen. Entdecken Sie Stellen, an denen der Putz hohl klingt oder Risse zeigt, lassen Sie diese umgehend ausbessern. Kleinere Schäden kann ein Handwerker durch frischen Putz oder Dichtmasse beheben; größere Risse sollten fachmännisch verspachtelt werden, bevor Frost eindringt. Eine intakte Gebäudehülle sorgt dafür, dass weder Feuchtigkeit noch kalte Zugluft ungebeten ins Haus gelangen.
Undichte Fenster und Türen verwandeln Ihr behagliches Wohnzimmer schnell in eine zugige Kältezone. Prüfen Sie alle Fenster- und Türdichtungen auf ihren Zustand: Sind die Gummis porös, brüchig oder haben Lücken? Mit der Zeit können Dichtungen verschleißen, sodass ein „ständiger Luftaustausch entsteht, wodurch das Haus unnötig Wärme verliert und die Heizkosten steigen“. Tauschen Sie defekte Gummidichtungen an Fenstern und Türen rechtzeitig aus – passende Dichtungsbänder gibt es im Baumarkt und lassen sich oft selbst einkleben. Ein einfacher Test: Führen Sie eine brennende Kerze an den Rahmen entlang. Flackert die Flamme, zieht an dieser Stelle kalte Luft herein. Neben den Dichtungen sollte auch der Schließmechanismus kontrolliert und ggf. justiert werden, damit Fenster und Türen satt schließen. Zusätzlicher Tipp: Fensterisolationsfolie oder Thermovorhänge können insbesondere bei älteren Einfachverglasungen helfen, Wärme im Haus zu halten.
Eine zuverlässige Heizungsanlage ist im Winter das Herz des Hauses. Lassen Sie Ihre Heizung am besten jedes Jahr im Spätsommer oder Herbst fachgerecht warten – so stellen Sie sicher, dass Kessel, Brenner und Pumpen einwandfrei funktionieren, bevor die Kälte kommt. Falls noch nicht geschehen, vereinbaren Sie jetzt einen Termin mit einem Heizungsinstallateur. Austausch von Filtern, Überprüfung des Drucks und ggf. Nachfüllen von Wasser gehören zum Wartungsservice dazu. Denken Sie auch an Ihren Brennstoffvorrat: Ist genügend Heizöl, Pellets, Holz oder Gas für die kommenden Monate vorhanden? Planen Sie rechtzeitig Nachschub ein, um Engpässe in der Hochsaison zu vermeiden.
Vergessen Sie nicht, alle Heizkörper zu entlüften, besonders wenn Sie gluckernde Geräusche hören oder einzelne Heizkörper nicht richtig warm werden. Über die Sommermonate sammelt sich Luft in den Radiatoren, die die effiziente Wärmeabgabe verhindert. Mit einem Entlüftungsschlüssel können Sie dies selbst erledigen: Heizungspumpe ausschalten, alle Thermostate voll aufdrehen, kurz warten und dann jeden Heizkörper am Ventil öffnen, bis Wasser austritt (halten Sie ein Gefäß und Lappen bereit). Die Entlüftung sorgt für maximale Heizleistung und spart Energie. Übrigens: Wenn Sie einen Kaminofen besitzen, beauftragen Sie nun den Schornsteinfeger mit der Reinigung von Kamin und Abzug. Ein schlecht gewarteter Kamin birgt Risiken – regelmäßige Kontrolle beugt Schornsteinbränden und gefährlichem Kohlenmonoxid vor, damit Sie im Winter die gemütliche Wärme sicher genießen können.
Wasser und Frost vertragen sich nicht – frierendes Wasser kann Leitungen zum Platzen bringen. Daher ist eine der wichtigsten Maßnahmen: Stellen Sie alle Außenwasserleitungen rechtzeitig ab, bevor der erste strenge Frost kommt. Drehen Sie den Außenwasserhahn am Haus (Gartenwasseranschluss) von innen zu, indem Sie das Absperrventil schließen. Öffnen Sie anschließend den Außenhahn vollständig, damit das restliche Wasser herauslaufen kann. So verhindern Sie, dass stehendes Wasser im Hahn oder in der Leitung gefriert und die Rohre sprengt. Vergessen Sie auch nicht, Gartenschläuche zu entleeren und vom Wasserhahn zu trennen – lagern Sie Schläuche am besten frostfrei im Keller oder der Garage.
Achten Sie zudem auf wasserführende Installationen im unbeheizten Bereich: Leitungen in der Garage, im Gartenhaus oder Kellerabgang können mit Rohrisolierungen (Schaumstoff-Ummantelungen) vor Kälte geschützt werden. Solche Rohrisolierungen aus dem Baumarkt lassen sich einfach anbringen und helfen, teure Frostschäden zu vermeiden. Denken Sie an Regenfässer oder Zisternen: Lassen Sie das Wasser ab oder nutzen Sie eine schwimmende Eisfreihalter-Vorrichtung, damit Frost das Material nicht sprengt. Mit ein paar Vorkehrungen sorgen Sie dafür, dass überall in und am Haus die Wasserversorgung frostfest ist.
Nicht nur das Haus selbst, auch der Garten und das Grundstück brauchen einen Winter-Check. Alles, was Wind, Schnee und Eis ausgesetzt ist, sollte jetzt gesichert werden. Empfindliche Gartenmöbel und Geräte gehören ins Trockene: Räumen Sie Gartenmöbel, Grill, Rasenmäher und andere Werkzeuge in die Garage oder ins Gartenhaus. Was zu groß ist, um es einzulagern, können Sie mit Planen wetterfest abdecken. Pflanzen und Beete freuen sich über Schutz: Frostempfindliche Topfpflanzen holen Sie besser ins Haus oder ins Gewächshaus. Beete können mit Mulch oder Reisig abgedeckt werden, um Wurzeln vor starkem Frost zu schützen.
Auch der Garten selbst braucht Pflege vor dem Winter. Falllaub sollten Sie von Rasen und Wegen entfernen – es verhindert Schimmel auf dem Gras und verringert Rutschgefahr auf Pfaden. Nutzen Sie Laub aber gern als natürlichen Winterschutz unter Büschen oder auf dem Kompost, statt es komplett zu entsorgen. Äste von Bäumen und Sträuchern in Hausnähe können bei Schneelast abbrechen; schneiden Sie gefährdete Äste zurück, um Schäden am Dach oder Stromleitungen zu vermeiden. Zudem ist es sinnvoll, Bodenabläufe und Abflüsse im Außenbereich (Terrasse, Kellerabgang) zu säubern, damit Regen- und Schmelzwasser gut abfließen können. Insgesamt gilt: Schaffen Sie rund ums Haus Ordnung, bevor Schnee alles zudeckt. So minimieren Sie Gefahrenstellen und starten mit gepflegtem Garten ins nächste Frühjahr.
Wenn der erste Schnee fällt oder Glatteis droht, sollte Ihre Winterausrüstung griffbereit sein. Überprüfen Sie jetzt, ob Schneeschaufel, Besen und eventuell ein Schneefräse vorhanden und funktionstüchtig sind. Besorgen Sie ausreichend Streumaterial für Ihre Wege und den Gehsteig vor dem Haus. Denken Sie daran: Als Grundstückseigentümer sind Sie in den meisten Gemeinden gesetzlich verpflichtet, den Bürgersteig vor Ihrem Haus vom Schnee zu räumen und bei Glätte zu streuen. Halten Sie also Splitt, Sand, Kies oder abstumpfendes Granulat bereit – diese Mittel sorgen für Trittsicherheit auf Wegen. Von Tausalz ist abzuraten: Salz schadet Pflanzen und Tieren und kann auch den Haussockel angreifen, wenn salziges Spritzwasser ins Mauerwerk zieht. Achten Sie stattdessen auf umweltfreundlichere Streumittel. Lagern Sie die Streukiste an einem leicht zugänglichen Ort, damit Sie bei plötzlichem Schneefall nicht lange suchen müssen.
Weitere nützliche Helfer: Legen Sie sich eine Fußmatte oder Bürste bereit, um Schnee von Schuhen abzustreifen – das reduziert Feuchtigkeit im Hausflur. Prüfen Sie die Außenbeleuchtung Ihres Grundstücks und Eingangsbereichs. Funktionierende Bewegungsmelder und Lampen sorgen dafür, dass Sie auch an dunklen Winterabenden sicher den Weg zur Tür finden und eventuelle Stolperfallen auf vereisten Wegen rechtzeitig sehen. Mit der richtigen Ausrüstung und Vorbereitung behalten Sie auch bei Schneechaos einen kühlen Kopf.
Ein winterfest gemachtes Haus gibt Ihnen die Sicherheit, den Herbst und Winter im schönen Oberland ohne Sorgen genießen zu können. Sie sparen Heizkosten, bewahren Ihre Bausubstanz vor Schäden und erhöhen ganz nebenbei die Lebensdauer Ihrer Immobilie. Als Eigentümer – besonders wenn Sie vielleicht über einen Hausverkauf im kommenden Jahr nachdenken – lohnt es sich, diese Checkliste Schritt für Schritt abzuarbeiten. Eine gut gewartete Immobilie präsentiert sich Käufern von ihrer besten Seite, was sich in Holzkirchen, Sauerlach, Otterfing und Umgebung positiv auf den Verkaufswert auswirken kann. Sollten Sie Fragen zur Werterhaltung Ihres Eigenheims oder zu aktuellen Immobilienpreisen im bayerischen Oberland haben, stehe ich Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite. Mit persönlicher, regionaler Expertise helfe ich Ihnen, sicher und komfortabel durch den Winter zu kommen – und bei Bedarf auch dabei, den nächsten Schritt in Ihrer Immobiliengeschichte erfolgreich zu gehen.
Bleiben Sie warm und gut geschützt!