
Der Immobilienmarkt in Mühldorf am Inn und Umgebung hat sich in den letzten Jahren stark verändert.
Nach einer langen Phase steigender Preise hat sich die Lage nun stabilisiert – vielerorts mit leicht rückläufiger Tendenz.
Viele Eigentümer möchten wissen:
„Was ist mein Haus heute tatsächlich wert – und welcher Preis lässt sich am Markt wirklich erzielen?“
Mit einer einfachen Berechnung lässt sich der Marktwert Ihres Hauses grob einschätzen. Entscheidend bleibt jedoch, wie sich Angebot und Nachfrage aktuell in Ihrer Region entwickeln.
Der Bodenrichtwert ist der durchschnittliche Preis pro Quadratmeter Grundstücksfläche in einer bestimmten Lage.
Er kann über das Portalwww.boris-bayern.dekostenlos abgerufen werden.
Beispielhafte Richtwerte (Stand 2025):
Für eine grobe Einschätzung hilft die einfache Formel:
Hauswert = (Wohnfläche × regionaler m²-Wohnwert × Zustandsfaktor) + (Grundstücksfläche × Bodenrichtwert)
Hauswert = (130 × 4.000 × 0,9) + (550 × 550)
468.000 € + 302.500 € = rund 770.000 €
Das ist der rechnerische Marktwert, der eine erste Orientierung gibt – also das, was Ihr Haus nach typischen Vergleichsdaten derzeit wert wäre.
Der ermittelte Marktwert ist eine theoretische Größe – er sagt nicht automatisch, welcher Preis tatsächlich erzielt werden kann.
Das hängt von der Nachfrage und der aktuellen Marktstimmung ab.
In Zeiten steigender Zinsen und größerem Angebot gilt:
Fazit:
Der Marktwert zeigt, was Ihr Haus wert ist.
Der Verkaufspreis zeigt, was der Markt aktuell bereit ist zu zahlen.
Diese beiden Werte können – je nach Nachfrage – auseinanderliegen.
Ein zentraler Punkt in jeder Bewertung ist der Zustand des Hauses.
Er wird als sogenannter Zustandsfaktor in die Formel einbezogen:
Sehr guter Zustand, modernisiert und gepflegt; Zustandsfaktor: 1,1
Guter Zustand, gepflegt; kleiner Renovierungsbedarf; Zustandsfaktor: 1,0
Befriedigender Zustand, teilweise renovierungsbedürftig; Zustandsfaktor: 0,9
Sanierungsbedürftiger Zustand, größerer Investitionsstau; Zustandsfaktor: 0,8
Praxis-Tipp: Energieeffiziente Häuser mit neuer Heizung, Photovoltaik oder Wärmepumpe erzielen bis zu 10 % mehr Verkaufspreis, da Käufer die Folgekosten einrechnen.
Ein Blick auf aktuelle Verkaufsangebote in Portalen wie Immowelt oder ImmobilienScout24 hilft, den eigenen Wert zu überprüfen.
Beispiel:
Liegt Ihre Berechnung in diesem Bereich, passt sie wahrscheinlich gut – Abweichungen nach oben oder unten entstehen meist durch Zustand, Lage oder Nachfrage.
Für vermietete Immobilien oder Mehrfamilienhäuser wird nicht der Sachwert, sondern der Ertragswert berechnet.
Hierbei nutzt man den marktüblichen Faktor – also das Vielfache der Jahresnettomiete, das Käufer bereit sind zu zahlen.
💡 Beispiel:
Jahresnettomiete: 18.000 €
Marktüblicher Faktor: 22
➡️ 18.000 € × 22 = 396.000 € Ertragswert
In Mühldorf liegt der Faktor derzeit meist zwischen 20 und 25, abhängig von Zustand, Lage und Mietentwicklung.
Eine genaue Bewertung ist immer sinnvoll, wenn:
Ein erfahrener Immobilienprofi kennt die aktuelle Nachfrage, weiß, welche Preise realistisch durchsetzbar sind, und kann dadurch Fehleinschätzungen vermeiden.
Eine grobe Berechnung liefert eine solide Orientierung – doch der Markt entscheidet, welcher Preis tatsächlich erzielt wird.
Eine fundierte Bewertung vor Ort zeigt, was Ihre Immobilie wirklich wert ist und welcher Angebotspreis sich in der aktuellen Lage durchsetzen kann.
📞 Tipp: Ich biete Ihnen eine kostenlose und unverbindliche Bewertung an – inklusive Einschätzung der aktuellen Nachfrage in Ihrer Lage.